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The
Sixth Sense |
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Studio
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Hollywood Pictures (1999) |
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Verleih
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VCL/MAWA (2000) |
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Laufzeit
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ca. 103 min (FSK 16) Extras: ca. 115
min |
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Regie
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M. Night Shyamalan |
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Darsteller
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Bruce Willis, Haley Joel Osment |
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DVD-Typ
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2 x DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Deutsch, DTS 5.1 |
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Untertitel
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Deutsch (optional) |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25-30 EURO |
Film      
Bruce Willis spielt in "The Sixth Sense" den Kinderpsychologen
Malcolm Crowe, der vor vielen Jahren einem Patienten nicht mehr helfen konnte und diesen
in die Psychiatrie schickte, ohne die wahre Ursache für dessen Verhaltensprobleme
herauszufinden. Dieser Vincent Gray taucht nach zehn Jahren plötzlich in der Wohnung von
Malcolm und dessen hübscher Ehefrau Anna auf und macht Malcolm sein Versagen zum Vorwurf.
Vincent verpasst zunächst Malcolm einen Bauchschuss, bevor er sich selbst erschießt.
Szenenwechsel: Monate später. Bereits die ersten Bilder sprechen eine deutliche Sprache:
Malcolm sitzt auf einer Bank und beobachtet einen kleinen Jungen, der einen sehr
verängstigten und in sich selbst zurückgezogenen Eindruck macht. Es ist Cole Sear (Haley
Joel Osment). Genauso wie Vincent ist er verhaltensgestört und ein Scheidungskind. Von
den Mitschülern wird er als "Freak" gehänselt. Malcolm Crowe´s
schicksalhafter Bußgang erscheint eindeutig: Wenn es ihm gelingt, diesen Jungen mit den
gleichen Merkmalen wie seinerzeit Vincent Gray von seiner Angst zu befreien und ihm hilft,
ein normales Leben zu führen, dann würde er für sein gutes Gewissen die Fehler, die er
bei Vincent begangen hat, wieder glatt bügeln. Dabei begeht Malcolm aber auch Fehler, die
gerade ihm als Psychologen nicht unterlaufen dürften: Fassungslos muss man mit ansehen,
wie Malcolm seine ganze Energie in diesen Jungen steckt und sich gleichzeitig seine
Ehefrau vor Vereinsamung nach anderen Männern umschaut. Auch bei Cole kommt Malcolm nicht
weiter. Er steht schon kurz davor, den Jungen aufzugeben. Doch dann vertraut ihm Cole sein
großes Geheimnis an. Nach einigem Zögern erkennt Malcolm, das Coles Angstvorstellungen
einen realen Hintergrund haben müssen: Der Junge sieht die Geister von Toten, in dem
Zustand wie sie gestorben sind. Doch die Toten wissen nicht, dass sie nicht mehr am Leben
sind und können sich auch gegenseitig nicht sehen. Sie sehen nach Aussage des Jungen nur
das, was sie sehen wollen und jagen Cole durch ihr plötzliches Auftauchen immer wieder
einen Schrecken ein. Nachdem Malcom Vertrauen in die Erlebnisse des Jungen gefasst hat,
entwickelt er zusammen mit ihm einen Weg, der ihn von der Angst vor dem, was er sieht,
befreit.
Ende gut, alles gut? Nein, mitnichten. Denn so klischeehaft und leicht
durchschaubar, wie "The Sixth Sense" zu sein scheint, ist der Film aber am Ende
doch nicht. Denn in den letzten fünf Minuten macht Malcolm Cole einige schicksalhafte
Entdeckungen, die ihm selbst den Boden unter den Füßen wegziehen und die ganze
Geschichte auf eine vollkommen andere Grundlage stellen....
"The Sixth Sense" ist ein Film mit einem intelligentem Ende,
welches so in dieser Form nur schwer vorhersehbar ist. Doch genau in diesem genialen
Finale liegt auch gleichzeitig der große Schwachpunkt: Denn erst mit diesem Ende wird die
gesamte Handlung der vorhergehenden 95 Minuten mit all ihren Klischees und zunächst so
banal und vorhersehbaren Ereignissen wirklich erklärbar. Doch während man noch
ahnungslos im Dunkeln tappt, macht sich in den langen Dialogen zwischen Cole und Malcolm
auch einige Langeweile breit. Es dauert nämlich auch sehr, sehr lange, bis der
verschlossene Cole endlich mit seinem Geheimnis auspackt. Erst in der letzten halben
Stunde entwickelt sich so langsam das düstere Geisterklima. Der Film verzichtet
vollkommen auf große Special Effects und begnügt sich mit klassischen und gut
eingesetzten Schockeffekten. Am Ende ist dann alles gar nicht so bedrohlich wie es vorher
ausgesehen hat: Handgreiflichkeiten mit den angsteinflößenden Geistern bleiben zumindest
aus. Doch solange man noch im Unklaren darüber ist, sorgt bereits die Vorahnung, dass
eine weitere Begegnung mit dem "sechsten Sinn" bevorsteht, für eine düstere
Stimmung, die diesem Film zu seinem großen Erfolg und auch mehreren Oscar-Nominierungen
verholfen hat. Hat man "The Sixth Sense" aber einmal gesehen, so ist
der Zauber vorbei, weswegen es auch allgemein als cineastische Schandtat gilt,
das Ende zu verraten.
Bild     
Lange Zeit war die Bildqualität der VCL/MAWA-DVDs in vielen Fällen alles
andere als zufriedenstellend. Das größte Problem war bisher, das beste Ausgangsmaterial
zu erhalten, weswegen die per Lizenzvereinbarung zur Verfügung gestellten Master in
vielen Fällen nicht den Ansprüchen genügten, um dem technischen möglichen Standard der
DVD gerecht zu werden. Dank neuer Verträge dürften diese Probleme inzwischen nicht mehr
bestehen. Nachdem die letzten DVDs bereits deutlich besser wurden, ist VCL/MAWA mit
"The Sixth Sense" jetzt auch der Aufstieg in die erste DVD-Liga gelungen: Die
Bildqualität der anamorphen DVD ist bis auf ein leichtes, aber nicht störendes
Blockrauschen sehr gut. Da zum Glück auch die Hände von verhängnisvollen Rauschfiltern
gelassen wurden, bleibt die scharfe Detailzeichnung erhalten. Der Kontrastumfang und die
Darstellung der Farben sind sehr gut. Freilich: Farben und Ausleuchtung des Films
hinterlassen immer den etwas düsteren Eindruck eines regnerischen Herbsttages, was aber
mit Sicherheit nicht an der DVD liegt, sondern bewusst herbeigeführt wurde, um die
düstere Grundstimmung des Films zu verstärken. Im Vergleich mit der US-DVD ist die
Bildqualität der Code 2-Version ebenso gut wie die der Code 1-Fassung von Buena Vista.
Ton     
"The Sixth Sense" kommt wie bereits erwähnt, vollkommen ohne
Special Effects aus. Auch die gesamte Akustik wirkt sehr nüchtern und dialogbetont.
Wenigstens die Musik und einige Schockeffekte sorgen für einen dezenten Raumklang. Zu
viel sollte man in dieser Disziplin aber von dem Film nicht erwarten. In leichtem Maße
sorgt der deutsche DTS-Track für ein wenig mehr Räumlichkeit und eine präziser
klingende Hintergrundkulisse. Erfreulich: Die englische Originalversion (in Dolby Digital
5.1) lässt sich auch ohne fest eingeblendete Untertitel ansehen.
Special Features     
Respekt: Das zum Großteil auf der zweiten DVD untergebrachte Bonus-Material
ist sogar noch umfangreicher als bei der US-DVD. Auf der ersten DVD findet man bereits den
deutschen Trailer (sogar anamorph und in Dolby Digital 5.1) und unter "Weitere
DVDs" die Trailer zu "American Pie", "Sleepy Hollow" und
"Der große Bagarozy". Weiterhin gibt es auf dieser DVD Infos zu Cast &
Crew, Produktionsnotizen und einige Interviews.
Der Großteil der Extras ist aus Kapazitätsgründen auf der zweiten DVD
untergebracht. Als Verpackung für die beiden DVDs kommt kein klobiges Doppel-Amaray-Case
sondern eines in der normalen Größe zum Einsatz, welches in der Mitte eine recht stabile
Halterung für die zweite DVD hat.
Als erstes findet man auf dieser die bereits von der US-DVD bekannte
umfangreiche Dokumentation "Hinter den Kulissen", die in mehrere Kapitel
unterteilt ist und gleichzeitig einige geschnittene Szenen enthält. Zum englischen Ton
der Doku lassen sich auch deutsche Untertitel einblenden. Das weitere Material findet man
nur auf der deutschen DVD: Zum Beispiel ein Bruce Willis-Special mit Kurzbiographie,
Filmographie und sieben Trailern, die zum Großteil von Filmen stammen, die nicht bei
VCL/MAWA erschienen sind. Offensichtlich von VIVA stammt ein kurzer Bericht von der
Europapremiere mit Ausschnitten einer Pressekonferenz. Bisher einmalig auf einer deutschen
DVD ist ein spezielles DVD-Making of, in der sich die Firma Mediacs, die die DVD
produziert hat, vorstellt. Einen weitere Einblick in vorherige DVDs, die von Mediacs
gemacht wurden, findet man unter dem Menüpunkt "Links". Bei der Wahl von www.mawa.de gibt es im anschließend
erscheinenden Untermenü vier Trailer von weiteren MAWA-DVDs zu sehen. Wie eigentlich alle
Trailer auf der DVD, ist deren Qualität aber nur unbefriedigend.
Während bei "Vampires" der DVD-ROM-Part noch klammheimlich ohne
großen Hinweis auf die DVD gepackt wurde, findet man auf dem Cover zu "The Sixth
Sense" direkt eine entsprechende Ankündigung. Auf der 1. DVD ist dies eigentlich nur
die Spiegelung eines Teils der MAWA-Website mit einigen Trailern im MPEG1-Format. Auf der
2. DVD findet man eine kleine Website mit kurzen Infos, Pressestimmen, zwei Sixth
Sense-Hintergrund-Bildern und sortierten Links zu den Themen Film & DVD. Eigentlich
ist der Informationsgehalt dieses DVD-ROM-Bereichs recht dürftig, aber weil auch unsere
Site unter den DVD-Links zu finden ist, drücken wir noch einmal ein Auge zu ;-)
Fazit: Während in der Vergangenheit oftmals ein enttäuschtes Raunen durch
Internet-Foren und Newsgroups ging, wenn ein guter Film von VCL/MAWA auf DVD
veröffentlicht wurde, dürfte "The Sixth Sense" den Auftakt für eine neue
Generation von VCL-DVDs bilden, die qualitativ auf Top-Niveau sind und sogar noch mehr
Extras bieten als das immer gerne als Vorbild herangezogene amerikanische Original. Mit
"American Pie" und "Sleepy Hollow" stehen bereits die nächsten
Kandidaten vor der Tür, bei denen man sehen wird, ob das mit "The Sixth Sense"
erreichte Qualitätsniveau jetzt zum Standard gehört.
Review von Karsten Serck
Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Panasonic DVD-RV 60/Sony DVP-S725
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
22.05.2000
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